Grafenwöhr (mbi). Was verstehen wir unter „Das pure Leben“? Wenn einem der Wind um die Nase weht? Wenn man Freud oder Leid erfährt? Wenn man lachen oder weinen kann? Auf diese und viele weitere Fragen versucht Peter Matthias Zängerlein mit seiner Kunstausstellung im 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum Antworten zu geben. Heimatvereinvorsitzender Wilhelm Buchfelder eröffnete in einer Feierstunde am Freitagabend die noch bis zum 26. April dauernde Sonderausstellung.
Farbenprächtige Bilder und kunstvolle Skulpturen aus Pappe und Porenbeton präsentiert der Vogtländer Peter Matthias Zängerlein derzeit im 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum. Zur Ausstellungseröffnung standen für den Künstler jedoch nicht die eigenen Arbeiten im Vordergrund. Bereits seit dem Jahr 2000 wuchs zwischen Zängerlein und der damaligen Grund- und der Hauptschule, vorangetrieben durch Rektor Gerhard Götzl, ein freundschaftliches Verhältnis heran. Bereits mehrmals konnten sich Schülerinnen und Schüler durch Workshops mit Peter Matthias Zängerlein entfalten und kreativ tätig werden. Die gemeinsam geschaffenen Werke stellte der Aussteller bei seiner Eröffnungsfeier in den Mittelpunkt! Auch sie sind ein Teil des puren Lebens! Zur feierlichen Eröffnung durfte Heimatvereinvorsitzender Wilhelm Buchfelder zahlreiche Ehrengäste in den Räumen des Museums begrüßen. Unter ihnen auch Bürgermeister Helmuth Wächter und Oberst Nils Christian Sorenson von der US Army. Buchfelder sprach beiden, stellvertretend für alle Amt- und Würdenträger, seinen Dank für die stets sehr gute Zusammenarbeit und die Unterstützung für die Arbeit im Heimatverein aus. Ein besonderer Gruß galt einer „großen Abordnung“ der Grafenwöhrer Volksschule. Neben Rektor Gerhard Götzl fanden zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit ihren Schülern sowie einige Eltern den Weg ins Museum. Bürgermeister Wächter ergänzte in seinem Grußwort, dass in der Schule die Kunst Einzug gehalten hat. Die Begeisterung für die Kreativität in den Workshops mit Herrn Zängerlein ist spürbar geworden und wird sicherlich keine Eintagsfliege bleiben. Großes Lob fand das Stadtoberhaupt über die gelungene Sonderausstellung, die mit den Werken der Schüler hervorragend ergänzt wurde. Für die geleisteten Arbeiten der stolzen „Nachwuchskünstler“ versprach Wächter ein Eis zu spendieren. Lehrer Volker Hund gab den Zuhörern mit seiner Laudatio einen Einblick in „Das pure Leben“ des Künstlers Peter Matthias Zängerlein. Der Maler und Bildhauer, der sich gern selbst als das Kunstwerk seiner Eltern bezeichnet, versucht in seiner Ausstellung Ausschnitte aus dem Leben, das ja vom Anfang bis zum Ende dauert, festzuhalten. „Wir suchen, was uns verbindet“, so Zängerlein.. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellung von einem ebenfalls zu beachtenden Künstler der Musikschule Pressath/Grafenwöhr. Samuel Krügel gewann kürzlich den Regional-Wettbewerb Oberpfalz/Nord „Jugend musiziert“ mit 24 von 25 möglichen Punkten und ist damit für den Landeswettbewerb qualifiziert. Hierfür wünschte man ihm viel Erfolg. Die Sonderausstellung kann in den Räumen des 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseums noch bis zum 26. April besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Donnerstag sowie Sonntag von 14 bis 16 Uhr.
Grafenwöhr (mbi). Mit dem kleinen Meisel wird vorsichtig am Porenbetonstein gekratzt. Später kommen Raspeln und Feilen zur weiteren Bearbeitung hinzu. Die Kinder haben Gelegenheit das Material kennen zu lernen, unabhängig welches Werkzeug sie gerade benutzen. Selbsterfahrung, Anfassen und Greifen, das Finden eines eigenen Weges steht im Vordergrund. Es wurden tolle Kunstwerke geschaffen, so Peter Matthias Zängerlein über die Skulpturen der Klassen 5 a und 5 b. Auch die Malarbeiten der 4. Klassen blieben nicht unerwähnt. Zängerlein, dem die Arbeit mit den Schülern sehr viel Spaß bereitete, steht auch für weitere Workshops mit der Schule zur Verfügung. Die mit der IG Kinder-Kultur-Projekt geplante Veranstaltung musste aus organisatorischen Gründen jedoch leider abgesagt werden und wird möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.


