Grafenwöhr (mbi). Ein saftiges Marmeladenbrot macht Hunger auf mehr! So umschrieb eine Besucherin treffend die derzeit im 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum stattfindende Sonderausstellung von SchwOpf unter dem Titel „Kunst Punkt (.)“. Die rund 40 Exponate der beiden Künstler Gertraud Reynold und Johannes Janner sind noch bis zum 31. Juli zu besichtigen.
Wundervolle Landschafts- und Architekturdarstellungen, farbenprächtige Stilleben, Abstraktionen in Öl, Acryl oder Zeichnungen bereichern derzeit die Räume des 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseums. Heimatvereinvorsitzender Wilhelm Buchfelder eröffnete am Freitagabend in einer Feierstunde die Kunstausstellung von Gertraud Reynolds und Johannes Janner. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Kunst“? Es ist ein menschliches Kulturprodukt. Das Ergebnis eines kreativen Prozesses an dessen Ende meist ein Kunstwerk steht. Dieses Bedürfnis, Persönliches zu schaffen, war für die beiden Künstler Anlass, das Besondere zu kreieren, die Schönheit zum Strahlen zu bringen und den Menschen in den Räumen des Museums daran teilhaben zu lassen. Zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik, Kultur, sowie Freunde und Bekannte der Aussteller ließen es sich nicht entgehen, die Eröffnung dieser Vernissage zu verpassen. Für die Stadt Grafenwöhr überbrachte stellvertretender Bürgermeister Udo Greim die Grußworte. Er verwies darauf, dass aus Gemälden im Gegensatz zur Fotografie wesentlich mehr „herauszuholen“ sei. Jedes Bild trägt seine eigene Handschrift, ist ein Unikat. Bilder verbergen Geheimnisse des Malers. Er rief die Anwesenden auf, diese Geheimnisse der beiden Künstler in ihren Exponaten mit zu ergründen. Frau Sabine Hartwig brachte den Gästen in ihrer Eröffnungsrede Gertraud Reynolds und Johannes Janner´s Werke näher. In dieser Ausstellung begegnen wir Künstlerin und Künstler, die keine forcierte Innenschau liefern, keine Tiefenbohrung in Freud´sche Abgründe, kein technisches Bastelwerk. Alle Arbeiten sind der sinnlich wahrnehmbaren Welt verwurzelt. Sie feiern den neugierigen Blick, künden vom Zauber einer individuellen Poesie, so Hartwig. Aus der Verschmelzung zweier Handschriften und verschiedener Techniken entsteht eine bildnerische Wanderung durch Lebens- und Welterfahrung. Der Akt des Malens und sein Ergebnis stellen Nähe, Intimität her, die die gezeigten Werke uns jetzt und hier vermitteln. Die Arbeiten von SchwOpf überfallen den Betrachter nicht mit lautem Geschrei. Sie spinnen ein Netz positiver Energie, in das der neugierige Besucher eingebunden wird. Abschließend blieb ihr nur noch zu sagen: „Die Ausstellung ist eröffnet – Kunst. Punkt!“
Grafenwöhr (mbi). Gertraud Reynolds und Johannes Janner entdeckten bereits sehr früh ihre Leidenschaft am künstlerischen Malen. In verschiedenen Techniken und Stilrichtungen leben sie sich in Öl, Acryl, Zeichnungen u. a. aus. Besonders bemerkenswert erscheint die stets harmonische Ergänzung der beiden Künstler in ihren Werken. Viele ihrer Gemälde tragen beider Handschrift, wurden von beiden gemeinsam gemalt! So ist es nicht unüblich, dass Johannes Janner eine Skizzierung anfertigt und Gertraud Reynolds dieses Gemälde mit ihm zusammen weitermalt. In der derzeitigen Sonderausstellung finden sich auch „Streifenbilder“ wieder. In dieser besonderen Technik stellt sich das Werk, wie der Name bereits sagt, in einer Zusammensetzung aus verschiedenen „Bild“-Streifen dar. Ein nahtloser Übergang zwischen Acryl und Zeichnung bewirkt eine besondere Faszination beim Betrachter. Unter den zahlreichen Landschafts- und Architekturdarstellungen findet man manch bekanntes Gebäude oder beliebten Landstrich wieder. Neben dem Alten Kircherl oder dem Rathausturm kann man sich noch bis zum 31. Juli an Felsenkellern oder dem Stadtweihermotiv erfreuen.


