13.08.2020

Josephsthal liegt etwa 2 Kilometer nordöstlich von Bruckendorfgmünd entfernt, beides sind Ortsteile von Grafenwöhr. Bischöflicher Geistlicher Rat und Pfarrer Josef Söllner von Rottenburg in Niederbayern erbaute dort 1886 ein Glasschleif- und Polierwerk. Auf Nachsuchen des Pfarrers wurde der Ortsname Josephsthal genehmigt.

Nach dem Ende der Eisenindustrie und der Hammerwerke in der Umgebung entstand ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Glasindustrie, auch diese Werke arbeiteten mit der Antriebskraft des Wassers. Deshalb erschließt sich leicht, warum Pfarrer Söllner sich für den Platz an der Haidenaab entschloss. Das Werk bestand aus zwei Gebäuden, der Wohnung des Poliermeisters und dem Schleiferhaus mit 16 Schleifständen, eingerichtet für vier Schleifmeister. Baumeister des Anwesens waren Maurermeister Reiter und der Werke-Techniker Reithmann, beide von Pressath. Die Baukosten beliefen sich auf 72.000 Mark.

Seit 1981 befindet sich an Stelle des Glasschleif- und Polierwerks eine Gaststätte. Wo im 19. Jahrhundert noch fleißig gearbeitet wurde, nutzen heute Freizeitbegeisterte die traumhafte Natur rund um das Gasthaus Josephsthal für Sport, Entspannung und Erholung.

   

        

Freizeittipp: Der Haidenaabradweg führt von Bayreuth kommend an der Gaststätte vorbei. Hier kann für eine Stärkung eingekehrt werden. Der Radweg ist ca. 88 km lang und endet in Unterwildenau, wo die Haidenaab in die Naab fließt.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.